Lurejunkie

Viele Fragen, die ich per Email bekomme, drehen sich um Kunstköder. Vorallem um die sogenannten "High-End Lures" aus Amerika und Japan.

An alle Skeptiker: "Nein, man muss nicht zwingend mit diesen kleinen Kunstwerken fischen, um Wolfsbarsche zu fangen. Bevor man erfolgreich mit ihnen fischen Kann, sollte man schon einige Führungsstile perfekt beherrschen. Dann kann man diese High-End Lures zu Hundertprozent nutzen; also nichts für Anfänger und Gelegenheitsangler ". Aber es macht einfach mehr Spaß, mit diesem perfekt auf den jeweiligen Führungsstil ausgrichteten Bait zu Angeln und auch zu Fangen. Sie werden nicht speziell für Angler mit einem dicken Geldbeutel produziert, sondern für Angelverrückte und Lurejunkies wie mich.

Die nachfolgenden Zeilen drehen sich um den Stoff für Lurejunkies unter Wolfsbarschanglern. Ich will hier nicht die "High-End Lures" vor den "normalen" Kunstködern stellen, eher dreht es sich bei den Beschreibungen um die kleinen aber feinen Unterschiede der einzelnen Baits.

Da ich eigentlich alle Baits aus dem Ausland beziehe, wird die ständige Aktualisierung dieser Seite etwas andauern, etwas Geduld bitte für neuen Stoff.

Gut geführt ist halb gefangen

Einige fischen mit Wobblern, indem sie diese eintönig einholen oder ab und zu einen Spinnstopp (Pause beim Einholen) einlegen. Wären da nicht die vielen unterschiedlichen Ausführungen der Wackler, wie floating (schwimmend), sinking (sinkend), suspending (schwebend) und deep dive (tief tauchend), die mit einer ganz eigenen Köderführung besser fangen.

Tipps zu den einzelnen Wobblertypen und spezielle Führungsstile finden sie
hier und hier .

Dienstag, 4. Oktober 2011

Teriff DC 9 Bullet

 
Type: Shallow Runner
Gewicht: 15 g
Länge: 90 mm
Tauchtiefe: bis ca. 40 cm

Manchmal zwingen einen die Umstände, am Wasser umzudenken. Nicht immer sind die Bedingungen beim Uferfischen ideal. Flaches Wasser, Steine bzw. Steinschüttung mit Algenbewuchs, die bis dicht unter die Wasseroberfläche reichen und/oder eine harte Gezeitenströmung sind Umstände die viele Hardbaits an ihre Grenze bringen. Mit gewöhnlichen Wobblern angelt man immer auf Messers Schneide, ständig mit der Angst im Nacken, hängen zu bleiben und den Wobbler zu verlieren. Wenn schwimmende Stickbaits keinerlei Beachtung finden, dann hilft nur eines: Ein Wobbler der diese Widrigkeiten spielend überwindet - ein Flachläufer.



Der Teriff DC 9 Bullet ist nicht nur ein idealer Flachläufer, auch kommt er mit seiner Größe den kleinen Futterfischen der Uferzone sehr nahe. Aufgrund seiner perfekten Gewichtsbalance läuft er auch bei harter Gezeitenströmung immer noch ideal, viele Hardbaits neigen hier zum Verdrehen oder Schwimmen auf der Seite. Sein Slalomlauf (extreme rolling action) lässt kaum einen salzigen Räuber kalt und reizt diese zu harten Attacken.


Mittlerweile gehört der DC 9 Bullet zu meinen Standard-Ködern, in vielen Situationen kommen andere Hardbaits erst gar nicht an den Fisch. Auch bei schneller Führung bleibt er problemlos in der Spur. Hierbei sollte man die Rollenbremse gut einstellen. Die knallharten Anbisse großer Exemplare beanspruchen das Vorfach bis zum Äußersten. Wer die Bremse zu hart einstellt, erleidet Schnurbruch und Fischverlust – wenn es dann auch noch der Fisch des Lebens war.

Details:
Gewichte und Wurfsysteme

Ausgestattet mit einem festen Gewicht im Unterkiefer und einem starken Magnet-Weitwurfsystem trotzt der Terrif DC 9 Bullet starker Strömung und behält auch bei schneller Führung seine Spur. Weite Würfe, auch mit Gegenwind, meistert er mit Leichtigkeit. Der ideale Partner wenn Weite zählt und die Fische dicht an Unterwasserhindernissen rauben. Auch für die deutschen Inseln (Norderney, Baltrum...) ein perfekter Wobbler.
Dort sind häufig Buhnen/Wellenbrecher die Hotspots der Wolfsbarschangler. Um Fisch zu fangen muss der Wobbler dicht an diesen mit Muscheln gespickten Köderfallen geführt werden. Ein Wobbler der max. 30cm tief taucht ist hierfür die perfekte Lösung.
Farben

Man kann auf eine Vielzahl von Farbvariationen zurückgreifen. Mein Tipp für die Nordsee–Wolfsbarsche: S 93 – S 119 – C 122 – H32

Führungsstile
Dieser Hardbait ist relativ einfach zu führen, auch für Anfänger bestens geeignet.
Er zeigt sein Können beim langsamen und schnellen Einholen, ganz im Minnowstyle kippt er stark von einer auf die andere Seite. Mit der Vorwärtsbewegung erinnert der DC Bullet an einen Slalomläufer.
Beim Twitchen (zupfen mit der Rutenspitze) verfällt er in eine Darting-Action, die ihn nach links und rechts ausbrechen lässt.


0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen