Lurejunkie

Viele Fragen, die ich per Email bekomme, drehen sich um Kunstköder. Vorallem um die sogenannten "High-End Lures" aus Amerika und Japan.

An alle Skeptiker: "Nein, man muss nicht zwingend mit diesen kleinen Kunstwerken fischen, um Wolfsbarsche zu fangen. Bevor man erfolgreich mit ihnen fischen Kann, sollte man schon einige Führungsstile perfekt beherrschen. Dann kann man diese High-End Lures zu Hundertprozent nutzen; also nichts für Anfänger und Gelegenheitsangler ". Aber es macht einfach mehr Spaß, mit diesem perfekt auf den jeweiligen Führungsstil ausgrichteten Bait zu Angeln und auch zu Fangen. Sie werden nicht speziell für Angler mit einem dicken Geldbeutel produziert, sondern für Angelverrückte und Lurejunkies wie mich.

Die nachfolgenden Zeilen drehen sich um den Stoff für Lurejunkies unter Wolfsbarschanglern. Ich will hier nicht die "High-End Lures" vor den "normalen" Kunstködern stellen, eher dreht es sich bei den Beschreibungen um die kleinen aber feinen Unterschiede der einzelnen Baits.

Da ich eigentlich alle Baits aus dem Ausland beziehe, wird die ständige Aktualisierung dieser Seite etwas andauern, etwas Geduld bitte für neuen Stoff.

Gut geführt ist halb gefangen

Einige fischen mit Wobblern, indem sie diese eintönig einholen oder ab und zu einen Spinnstopp (Pause beim Einholen) einlegen. Wären da nicht die vielen unterschiedlichen Ausführungen der Wackler, wie floating (schwimmend), sinking (sinkend), suspending (schwebend) und deep dive (tief tauchend), die mit einer ganz eigenen Köderführung besser fangen.

Tipps zu den einzelnen Wobblertypen und spezielle Führungsstile finden sie
hier und hier .

Mittwoch, 27. Januar 2010

Patchinko II


Type: Stickbait/Splashbait floating - Walk the Dog Action - spitting
Gewicht: 27 g
Länge: 140 mm (neu 2010! 100 mm)
Tauchtiefe: Oberfläche

Ein Stickbait made in Frankreich. Der etwas futuristisch wirkende Oberflächenwobbler ist ein wahrer Allrounder unter den Topwaterlures. Egal ob bei Sturm, rauer See oder bei Kaiserwetter, seine Einsatzmöglichkeiten sind scheinbar unbegrenzt. Durch seine aerodynamische Form und sein Gewicht von 27g lässt er sich auch bei starkem Gegenwind problemlos weit werfen; unter optimalen Bedingungen und mit passendem Angelgerät sind Weiten von mehr als 70m erreichbar.

Knackige Jerks bei Wellenschlag lassen ihn in "walk the dog"-Manier übers Wasser flitzen. Das sogenannte "spitting" (verspritzendes Wasser), hervorgerufen durch die konkave Mulde im Kopfbereich, bietet einen zusätzlichen Reiz zur besseren Ortung des Köders.
Bei ruhigem Wetter wiederum sollte er etwas langsamer geführt werden. "Walk the dog" mit "long slides" (längeres Gleiten) überzeugen dann die Räuber.

Auch über das Verhaken des Bauchdrilling am Wobblerkörper haben sich die Entwickler (ultimate-fishing.fr) Gedanken gemacht. Spezielle Drillinge aus dem Salzwasserprogramm von Decoy verhindern dies durch ihre einzigartige Form; zwei der Haken laufen im rechten Winkel, nicht wie bei normalen Drillingen in Sternform. Zudem sorgen die abgerundeten Hakenspitzen für ein besseres Eindringen ins harte Fischmaul. Vorausichtlich kommt noch in diesem Jahr eine kleinere Version in 10cm auf dem Markt.

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