Lurejunkie

Viele Fragen, die ich per Email bekomme, drehen sich um Kunstköder. Vorallem um die sogenannten "High-End Lures" aus Amerika und Japan.

An alle Skeptiker: "Nein, man muss nicht zwingend mit diesen kleinen Kunstwerken fischen, um Wolfsbarsche zu fangen. Bevor man erfolgreich mit ihnen fischen Kann, sollte man schon einige Führungsstile perfekt beherrschen. Dann kann man diese High-End Lures zu Hundertprozent nutzen; also nichts für Anfänger und Gelegenheitsangler ". Aber es macht einfach mehr Spaß, mit diesem perfekt auf den jeweiligen Führungsstil ausgrichteten Bait zu Angeln und auch zu Fangen. Sie werden nicht speziell für Angler mit einem dicken Geldbeutel produziert, sondern für Angelverrückte und Lurejunkies wie mich.

Die nachfolgenden Zeilen drehen sich um den Stoff für Lurejunkies unter Wolfsbarschanglern. Ich will hier nicht die "High-End Lures" vor den "normalen" Kunstködern stellen, eher dreht es sich bei den Beschreibungen um die kleinen aber feinen Unterschiede der einzelnen Baits.

Da ich eigentlich alle Baits aus dem Ausland beziehe, wird die ständige Aktualisierung dieser Seite etwas andauern, etwas Geduld bitte für neuen Stoff.

Gut geführt ist halb gefangen

Einige fischen mit Wobblern, indem sie diese eintönig einholen oder ab und zu einen Spinnstopp (Pause beim Einholen) einlegen. Wären da nicht die vielen unterschiedlichen Ausführungen der Wackler, wie floating (schwimmend), sinking (sinkend), suspending (schwebend) und deep dive (tief tauchend), die mit einer ganz eigenen Köderführung besser fangen.

Tipps zu den einzelnen Wobblertypen und spezielle Führungsstile finden sie
hier und hier .

Mittwoch, 18. November 2009

Sammy 100


Lucky Craft / Sammy 100 /115
Type: Stickbait floating - Walk the Dog Action
Gewicht: 13,6 g / 18,5 g
Länge: 98 mm / 115 mm
Tauchtiefe: Oberfläche

Mittlerweile ist er für die Wolfsbarschangelei bei unseren niederländischen Nachbarn ein echter Klassiker unter den schwimmenden Stickbaits. Das Fischen mit Oberflächenwobblern zählt zu den spektakulärsten Angelmethoden. Allein der explodierende Anbiss an der Wasseroberfläche sorgt für reichlich Adrenalienausschüttung beim Angler.

Der reinrassige Glider erhält durch sein „weight shift system“ eine äußerst stabile Flugbahn und überbrückt somit auch weitere Distanzen problemlos. Entweder lässt man ihn in Walk the Dog Manier, im Zickzackkurs übers Wasser tanzen oder man kurbelt den Sammy mit ein paar Spinstops (Pausen beim Einholen) schnell ein. Beide Führungsstile führen zum Fangerfolg: In Kombination aus Walk the Dog und Spinstops lassen sich häufig noch unentschlossene Räuber zum Anbiss verleiten. Oftmals kommen die Bisse nach den Pausen beim Wiederanziehen des Gliders.

Kleiner Tipp: nicht zu früh beim Anbiss anschlagen, lieber kurz warten, bis man den Fisch deutlich an der Angel spürt.



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