Lurejunkie

Viele Fragen, die ich per Email bekomme, drehen sich um Kunstköder. Vorallem um die sogenannten "High-End Lures" aus Amerika und Japan.

An alle Skeptiker: "Nein, man muss nicht zwingend mit diesen kleinen Kunstwerken fischen, um Wolfsbarsche zu fangen. Bevor man erfolgreich mit ihnen fischen Kann, sollte man schon einige Führungsstile perfekt beherrschen. Dann kann man diese High-End Lures zu Hundertprozent nutzen; also nichts für Anfänger und Gelegenheitsangler ". Aber es macht einfach mehr Spaß, mit diesem perfekt auf den jeweiligen Führungsstil ausgrichteten Bait zu Angeln und auch zu Fangen. Sie werden nicht speziell für Angler mit einem dicken Geldbeutel produziert, sondern für Angelverrückte und Lurejunkies wie mich.

Die nachfolgenden Zeilen drehen sich um den Stoff für Lurejunkies unter Wolfsbarschanglern. Ich will hier nicht die "High-End Lures" vor den "normalen" Kunstködern stellen, eher dreht es sich bei den Beschreibungen um die kleinen aber feinen Unterschiede der einzelnen Baits.

Da ich eigentlich alle Baits aus dem Ausland beziehe, wird die ständige Aktualisierung dieser Seite etwas andauern, etwas Geduld bitte für neuen Stoff.

Gut geführt ist halb gefangen

Einige fischen mit Wobblern, indem sie diese eintönig einholen oder ab und zu einen Spinnstopp (Pause beim Einholen) einlegen. Wären da nicht die vielen unterschiedlichen Ausführungen der Wackler, wie floating (schwimmend), sinking (sinkend), suspending (schwebend) und deep dive (tief tauchend), die mit einer ganz eigenen Köderführung besser fangen.

Tipps zu den einzelnen Wobblertypen und spezielle Führungsstile finden sie
hier und hier .

Donnerstag, 15. März 2012

„Dead or Alive"

Wie auch Varivas ist Nogales eine Marke von der Firma Morris Co. Ltd. . Ein weiteres High-end Qualitätsprodukt ist die Fluorocarbon „Dead or Alive“. Wenn ich schon bei der geflochtenen Schnur die Qualitätsleiter nach oben klettere, dann auch beim Abriebschutz. Anstatt der alten Fluorocarbon, die ich bis jetzt verwendet habe, soll nun die Dead or Alive meine Geflochtene vor rauen Steinen und scharfen Muscheln bewahren. In puncto Knotbarkeit steht sie der Alten in nichts nach. Die Praxis am Wasser wird zeigen, ob ich eine neue Freundin gefunden habe.
Fluorocarbon – 20lb – 0,405mm – 100m

Schnurwechsel.

Schnurwechsel.
Seit einigen Jahren fische ich ein und dieselbe geflochtene Schnur. Bei den Kunstködern bin ich immer wieder auf der Suche nach etwas Neuem, mittlerweile bin ich bei den Wobblern an der Spitze des Qualitätsstandards angelangt, auch „High-end“ genannt. Ich fische diese verdammt teuren Wobbler, obwohl sie mir ein Loch ins Portemonaie fressen, weil es einfach Spaß macht. Den Wobbler so zu animieren, dass ein Fisch ihn brutal attackiert, sodass es mir das Adrenalin in die Wehen pumpt. Warum dann nicht gleich mein Tackle bis ins kleinste Detail zum High-end wechseln.
 Die SUPER PE in zwei Gewichtsklassen und die Avani Sea Bass werden jetzt in Zukunft meine Rollenspule zieren.
Super PE:
Farbe Rot (Strike Red)– 13kg – 0,19mm – 135m ( Spule)
Farbe Grün (Tournemant Green)– 9kg – 0,15mm – 135m ( Spule)

Avani Sea Bass (Premium PE)
Farbe Neon Grün (Lime Green) – 14lb – 1,2 (Gouso Klasse) – 150m (Spule)

Im high-end Bereich ist Varivas einer der führenden japanischen Hersteller für Schnüre. Besonders im Meeresbereich ist Varivas eine feste Größe bei den Anglern, die sich mit den großen Meeresräubern, wie beispielsweise GT's anlegen. Aber auch im Süßwasser schwören immer mehr Angler auf die Qualität von Varivas und wollen diese nicht mehr missen. Kennzeichnend für die Varivas-Produkte sind die lange Haltbarkeit, die innovativen Materialien und zuverlässige und genaue Angaben bei Schnüren.
(Swat Fishing)

Testen muss man diese Schnüre nicht, da sie schon durch eine Fülle von Profihänden gerollt sind. Jetzt kommt es auch auf meinen/euren persönlichen Geschmack an, der erste Eindruck war jedenfalls schon einmal sehr überzeugend. Ich halte euch auf dem Laufenden ...

Varivas ist eine Marke der Firma Morris Co. Ltd., spricht daher für „Premium Quality“.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Teriff DC 9 Bullet

 
Type: Shallow Runner
Gewicht: 15 g
Länge: 90 mm
Tauchtiefe: bis ca. 40 cm

Manchmal zwingen einen die Umstände, am Wasser umzudenken. Nicht immer sind die Bedingungen beim Uferfischen ideal. Flaches Wasser, Steine bzw. Steinschüttung mit Algenbewuchs, die bis dicht unter die Wasseroberfläche reichen und/oder eine harte Gezeitenströmung sind Umstände die viele Hardbaits an ihre Grenze bringen. Mit gewöhnlichen Wobblern angelt man immer auf Messers Schneide, ständig mit der Angst im Nacken, hängen zu bleiben und den Wobbler zu verlieren. Wenn schwimmende Stickbaits keinerlei Beachtung finden, dann hilft nur eines: Ein Wobbler der diese Widrigkeiten spielend überwindet - ein Flachläufer.



Der Teriff DC 9 Bullet ist nicht nur ein idealer Flachläufer, auch kommt er mit seiner Größe den kleinen Futterfischen der Uferzone sehr nahe. Aufgrund seiner perfekten Gewichtsbalance läuft er auch bei harter Gezeitenströmung immer noch ideal, viele Hardbaits neigen hier zum Verdrehen oder Schwimmen auf der Seite. Sein Slalomlauf (extreme rolling action) lässt kaum einen salzigen Räuber kalt und reizt diese zu harten Attacken.


Mittlerweile gehört der DC 9 Bullet zu meinen Standard-Ködern, in vielen Situationen kommen andere Hardbaits erst gar nicht an den Fisch. Auch bei schneller Führung bleibt er problemlos in der Spur. Hierbei sollte man die Rollenbremse gut einstellen. Die knallharten Anbisse großer Exemplare beanspruchen das Vorfach bis zum Äußersten. Wer die Bremse zu hart einstellt, erleidet Schnurbruch und Fischverlust – wenn es dann auch noch der Fisch des Lebens war.

Details:
Gewichte und Wurfsysteme

Ausgestattet mit einem festen Gewicht im Unterkiefer und einem starken Magnet-Weitwurfsystem trotzt der Terrif DC 9 Bullet starker Strömung und behält auch bei schneller Führung seine Spur. Weite Würfe, auch mit Gegenwind, meistert er mit Leichtigkeit. Der ideale Partner wenn Weite zählt und die Fische dicht an Unterwasserhindernissen rauben. Auch für die deutschen Inseln (Norderney, Baltrum...) ein perfekter Wobbler.
Dort sind häufig Buhnen/Wellenbrecher die Hotspots der Wolfsbarschangler. Um Fisch zu fangen muss der Wobbler dicht an diesen mit Muscheln gespickten Köderfallen geführt werden. Ein Wobbler der max. 30cm tief taucht ist hierfür die perfekte Lösung.
Farben

Man kann auf eine Vielzahl von Farbvariationen zurückgreifen. Mein Tipp für die Nordsee–Wolfsbarsche: S 93 – S 119 – C 122 – H32

Führungsstile
Dieser Hardbait ist relativ einfach zu führen, auch für Anfänger bestens geeignet.
Er zeigt sein Können beim langsamen und schnellen Einholen, ganz im Minnowstyle kippt er stark von einer auf die andere Seite. Mit der Vorwärtsbewegung erinnert der DC Bullet an einen Slalomläufer.
Beim Twitchen (zupfen mit der Rutenspitze) verfällt er in eine Darting-Action, die ihn nach links und rechts ausbrechen lässt.


Dienstag, 7. September 2010

Freitag, 13. August 2010

Staysee ESG Ver. II


Type: Deep Diver
Gewicht: 12 g / 6,5 g
Länge: 90 mm / 60 mm
Tauchtiefe: bis 3m


Der tieflaufende Jerkbait brilliert durch sein breit gefächertes Einsatzgebiet, vom schwerelosen verharren auf Angeltiefe (Stay & see) bis hin zum actionreichen bottom tapping.
Schnelles Einholen mit schnellen Jerks (harten Schlägen) in die Vertikale (nicht wie beim twitchen in der Horizontalen) lassen den Staysee besonders flach laufen und nach links und rechts ausbrechen. Darauf sprechen Wolfsbarsche besonders gut an und beenden abrupt mit einem heftigen Anbiss den verrückten Lauf des Wobblers.




Montag, 10. Mai 2010

Flashminnow Slim/ Seafinger ESG II


Type: Jerkbait Floating
Gewicht: 7 g / 11g
Länge: 113 mm /133 mm
Tauchtiefe: 0,3 - 0,5 m

Jetzt will Lucky Craft es wissen, nicht nur mit ihrem LL - Pointer für die Angelei auf Pike (Hecht) auch in der Salzwasserserie ESG II wird ordentlich aufgefahren (siehe Flat 110 oder der Real California Supreme 110). Ein weiteres Mitglied der ESG-Familie, der Seafinger oder Flashminnow Slim, so zusagen eine schlanke Ausführung des Flashminnows.

Typisch für Slim (schlanke Wobbler) Versionen, sie imitieren nahezu pefekt den Schwimmstil eines Sandaal, aufgrund seiner dezenten Rolling Action. Das ausgeklügelte Weitwurfsystem erlaubt selbst der leichtgewichtigen 7g Ausgabe eine weite und gradlinige Flugbahn.

Samstag, 8. Mai 2010

MaxRap


Type: Jerkbait
Gewicht: 15 g
Länge: 13 cm
Tauchtiefe: 0,3 - 0,6 m

Das neuste Mitglied der Rapalafamilie, mit seinen 13cm Länge ist eher ein schlanker Vertreter der Wobblerfamilie. Aufgrund der Form und seiner dezenten Aktion ist MAX RAP ein perfekter Salzwasserwobbler. Mit seiner "Rollin Action" imitiert er nahezu perfekt die Schwimmbewegung eines Sandaals. Braucht man etwas mehr Aktion, leichtes twitchten verkraftet er mühlos und behält auch dann seine Spur.
Seine aerodynamische Form lässt ihn weite Wurfstrecken zurücklegen, auch gegen Wind behält er seine lineare Flugbahn spielend. Er zählt mit seinen 60cm Tiefgang zu den Shallowrunnern (Flachläufern) und eignet sich daher prima zum fischen über flache Sand-und Muschelbänke.
Bin gespannt ob der MAX RAP in Sachen Fängigkeit seinen kleineren Bruder dem X-RAP in nichts nachsteht ;-).